SEG IUK / UG-SanEL Berchtesgadener Land
 

eiko_icon Jahresbericht 2018

Bericht
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Einsatzort Details

Datum 03.03.2019
Alarmierungszeit 09:51 Uhr
Einsatzbeginn: 09:51 Uhr
Einsatzende 09:51 Uhr
Einsatzdauer 0 Min.
Alarmierungsart Bericht
eingesetzte Kräfte

UG-SanEL
SEG IuK
Bericht

Einsatzbericht

BERCHTESGADENER LAND (hs/ml) - Der Einsatzleitwagen (ELW2) des Fachdienstes „Information und Kommunikation“ (IuK) der ehrenamtlichen BRK-Bereitschaften ist seit 2004 im Dienst und hat sich mittlerweile bei vielen Großeinsätzen bewährt; etwa beim Einsturz der Eishalle in Bad Reichenhall, mehreren Hochwasser-Katastrophen, Wald- und Gebäudebränden, Bombenfunden oder größeren Verkehrsunfällen. 2018 fanden für die ehrenamtliche Gruppe rund um die mobile Einsatzzentrale 38 Dienstabende und Fortbildungen, acht Übungen, acht größere Einsätze und sieben Sanitätsdienste statt. Wichtige Höhepunkte im Jahr 2018 waren die Kreisübung mit einem simulierten Flugzeugabsturz im Lattengebirge und eine Großübung mit einem Massenanfall an Verletzten in Siegsdorf. Die beiden Fachdienstleiter Heinrich Schnell und Andreas Gleißner blicken auf ein abwechslungs- und arbeitsreiches Jahr zurück.

Der ehrenamtliche Fachdienst der BRK-Bereitschaften ist bei größeren Sanitätsdiensten, Rettungs- und Betreuungseinsätzen für funktionierende Funk-, Telefon- und Internetverbindungen verantwortlich. Er stellt in Großschadenslagen als eigene Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) unter anderem die so genannte Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung (UG-SanEL), die direkt dem Leitenden Notarzt (LNA) und dem Organisatorischen Leiter (OrgL) unterstützt. Die Mitarbeiter unterstützen die Einsatzleitung bei allen Führungsaufgaben, kümmern sich um die Patienten- und Helfererfassung, dokumentieren den Einsatzablauf und stellen Führungsassistenten und Einsatzabschnittsleiter. „Einer der schönsten Termine 2018 war das Jugendausbildungscamp am Abtsdorfer See, bei dem der Rotkreuz-Nachwuchs in die Arbeit seines Fachdienstes hineinschnuppern konnte“, erinnert sich Schnell. Besondere Sanitätsdienste waren der Faschingszug in Teisendorf, der Thermenlauf in Bad Reichenhall und des Rossfeldrennen. Darüber hinaus gab es einige größere Alarm-Einsätze: im Februar eine Bomben-Drohung in Freilassing, im April eine große Vermisstensuche am Loipl und im August ein schwerer Verkehrsunfall in Ainring. Größter Einsatz im Jahr 2018 war die Unterstützung der Rettungshundestaffeln und der Polizei bei einer Vermisstensuche am Hochschwarzeck. Die Mannschaft im ELW dokumentierte den Einsatz und erfasste sämtliche Einsatzkräfte der Hundestaffeln und der Bergwacht.

In den 38 Dienstabenden und Lehrgängen bildeten sich die 14 Mitglieder der SEG IuK ausgiebig fort: Themen waren unter anderem Funk, Bedienung der umfangreichen Technik im Fahrzeug sowie notfallmedizinische Themen. Zudem fanden 2018 wieder in Ainring ein IuK Grund- und ein Fachlehrgang statt, bei denen sich IuK-Mitglieder aus ganz Bayern ausbilden ließen. 2018 begannen die ambitionierten Fernmelder des Roten Kreuzes auch etwas über den eigenen Tellerrand zu blicken, um eine weitere, mögliche Rückfallebene bei ausgedehntem Ausfall von Infrastruktur zu erschließen. Dafür legte Fachdienstleiter Heinrich Schnell bei Bundesnetzagentur in München die Amateurfunkprüfung ab. Ende 2018 starteten fünf weitere Mitglieder der IuK mit der Ausbildung zum Funkamateur; sie werden dabei tatkräftig von ihrem Fachdienstleiter Heinrich Schnell und dem Ausbilder Dr. Rüttger Clasen unterstützt, der als passionierter Segler bereits seit Jahrzehnten ambitionierter Funkamateur ist und über sehr viel Wissen und Erfahrung verfügt.

Für 2019 steht auch schon wieder einiges auf dem Plan: Derzeit planen die Ehrenamtlichen einen neuen Einsatzleitwagen, da das aktuelle Fahrzeug mit 14 Jahren veraltet und zu klein ist und damit technisch und taktisch nicht mehr aktuellen Anforderungen entspricht. Außerdem findet 2019 erstmals für die Mitglieder ein Feldkabelbau-Lehrgang statt. Insgesamt leisteten die ehrenamtlichen IuK-Mitglieder vergangenes Jahr 1.341 Stunden. „Umgerechnet auf einen Facharbeiter-Stundenlohn von 18,75 Euro wären das über 25.000 Euro“, schmunzelt Schnell.

 

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